Aufgepasst im Ausland: Diese exotischen Tierchen sind gefährlich!

Veröffentlicht auf 12/20/2020
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Exotische Fernreisen stehen zwar im Moment nicht gerade ganz oben auf unserer Liste. Aber wir sind uns sicher Sie planen insgeheim schon ihren nächsten Urlaub. Es gibt zwei Arten von Reisenden. Die einen machen sich um alles Sorgen und packen vom Erste-Hilfe-Koffer bis zur Spezialsonnencreme alles ein, die anderen sorgen sich um gar nichts. Das führt einerseits mit Sicherheit zu den abenteurlicheren Reisen, birgt aber auch seine Gefahren. Wir wollen hier keine Angst machen, aber es gibt doch so ein paar Tierchen, die man zwar selten antrifft, aber wenn, dann hat die Begegnung es in sich. Deshalb hier eine kleine Auflistung, welche exotischen Tiere Sie zumindest dem Namen nach kennen sollten…

Klein, aber oho

Pro Jahr sterben ungefähr 700.000 Personen durch Mückenstiche. Etwa 100.000 Menschen jährlich überleben den Biss einer Schlange nicht. Da kann der als gefährlich geltende weiße Hai nicht mithalten. Informieren Sie sich also vor jeder Reise, welche todbringenden Tiere es in der jeweiligen Region gibt.  Gerade wer Kinder hat, die oft noch keinerlei Scheu haben, sollte sich mit gefährlichen Tieren auskennen. Am Strand, unter Wasser, überall kann man sich durch unvorsichtiges Verhalten in Gefahr bringen.

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Klein, aber oho

Todespirscher Skorpion

In Tunesien, Israel, der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten Sie auf den Todespirsche teffen, den gefährlichsten Skorpion der Welt. Er hat übrigens gleich mehrere Namen „gelber Mittelmeerskorpion“,«Deathstalker», „Todespirscher“ oder Lateinisch „Leiurus quinquestriatus“. Sein Gift ist zwar äußerst schmerzhaft, kann einen gesunden erwachsenen Menschen aber nicht töten. Bei Personen mit Vorerkrankungen oder Kindern kann das Gift jedoch zu heftigen auch tödlichen allergischen Reaktionen, Atemproblemen und Herz – Kreislauf Schwierigkeiten führen. Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, wenn dieser Skorpion zugestochen hat. Ein Element seines Gifts hat jeoch doch was Gutes in sich: Chlorotoxin dient als Ausgangsstoff zur Entwicklung eines Fluoreszenzmarkers, der in der Humanmedizin Anwendung als Marker von primären Hirntumoren findet

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Todespirscher Skorpion

Kugelfisch

Sie sehen niedlich aus, und gelten in Japan als Delikatesse. Aber Vorsicht: Das Nervengift der lustigen Blähkugel ist eines der stärksten bekannten Gifte: Es wirkt nur auf die Körpernerven, nicht auf das Gehirn – die Opfer werden vollständig gelähmt und können sich weder bewegen noch sprechen, bleiben aber bei Bewusstsein. Sie sterben dann an lähmungsbedingtem Atemstillstand oder aber an Herzstillstand. Wenn Atmung und Kreislauf schnell genug durch Notfallmaßnahmen in Gang gehalten werden, klingt die Giftwirkung innerhalb etwa 24 Stunden ab und die Opfer erleiden keinen bleibenden Schaden.  Kugelfische leben in warmen Regionen in Seegraswiesen oder Korallenbänken. Beißen diese Fische zu, kann das für den Menschen sehr schmerzhaft sein. Es gibt Taucher, die bei einer Begegnung schon einen Finger verloren haben. In Acht nehmen sollten Sie sich aber vor allem, wenn Ihnen das Tier im Restaurant angeboten wird.

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Kugelfisch

Mulga Schlange

Bei Begegnungen mit Menschen flüchtet die Mulgaschlange für gewöhnlich, wehrt sich jedoch, wenn sie in die Enge getrieben wird. Die Mulgaschlange zeigt ein charakteristisches Abwehrverhalten: der Vorderkörper wird bei Bedrohung aufgerichtet, das Maul aufgerissen und der Nacken leicht gespreizt. In dieser Position wird die Bedrohung fixiert. Wirkt das Abwehrverhalten nicht, erfolgen mehrere schnelle Bisse, wobei durch unterstützende Kaubewegungen nach einem Biss größere Mengen an Gift abgegeben werden. Ein einziger Biss würde genügen, um 200 Menschen zu töten, dieses Reptil schnappt jedoch gleich mehrmals zu. Zu finden ist das Tier in ganz Australien, vor allem in trockenem Gelände. Sie versteckt sich in Erdlöchern, unter herumliegendem Geäst oder in leeren Tierbehausungen. Hier heißt sie übrigens „King Brown Snake“.

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Mulga Schlange

Oktopus mit blauen Ringen

Er ist klein und putzig – aber wehe dem, der ihm zu nahe kommt: Der Blauring-Oktopus zählt zu den giftigsten Tieren der Welt. Forscher haben nun herausgefunden, wie er seine Feinde abschreckt. Mit einem ganz besonderen Blaulicht warnt ein Oktopus seine Feinde. Wenn er gestört wird, bildet der kleine giftige Krake blitzschnell bis zu sechzig schillernde blaue Ringe an seiner Oberfläche. US-amerikanische Biologen haben nun herausgefunden, wie der Krake diese schnelle Warnreaktion zustande bringt: Der Trick ist eine Kombination von Muskelbewegungen mit einer bereits fertigen, aber verdeckten Farbstruktur.  Der „Hapalochlaena lunulata“ wird nur 5 Zentimeter groß. Bei einem Biss führt das injizierte Toxin zu Lähmung und Atemstillstand. Also Augen auf vor den Küsten Australiens, Indonesiens und der Philippinen, vorallem im flachen Wasser.

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Oktopus mit blauen Ringen

Tüpfelhyäne

Tüpfelhyänen haben bei der afrikanischen Bevölkerung einen ambivalenten Ruf. Sie gelten einerseits als dumme, grausame und gefährliche, andererseits auch als listige, kräftige Tiere. Das Image der Tüpfelhyänen gründet oft in ihrem Ruf als Menschen- oder Haustierfresser. Tatsächlich töten sie gelegentlich Menschen, beispielsweise wenn diese ungeschützt im Freien schlafen. Häufig dringen sie auch in Viehweiden ein und reißen Haustiere. Abenteuer suchende Urlauber sollten davon absehen in einem afrikanischen Land im Freien zu schlafen. Tüpfelhyänen sind nicht wählerisch in Bezug auf ihren Lebensraum und kommen beispielsweise in Halbwüsten, Savannen, offenen Waldländern und auch in Gebirgswäldern vor.

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Tüpfelhyäne

Humboldt Tintenfisch

Diesem Tier werden Sie wahrscheinlich nie in Ihrem Leben begegnen. Es sei denn, sie tauchen, oder angeln. Mit seinen vor schnellenden Fangarmen greift es nach jedem Lebewesen, dass ihm in die Quere kommt. Es zieht das Opfer sofort an sich heran und hält es dann mit acht kurzen kräftigen Fangarmen fest. Mit über 1000 Saugnäpfen und einem zangenartigen Schnabel zerkleinert der rote Teufel dann seine Beute. Beim Fang an Angeln muss man beim Lösen des Squid Jigs in der Nähe der Mundöffnung vorsichtig vorgehen, da der kräftige Schnabel einem unvorsichtigen Fischer Verletzungen bis zum Verlust eines Fingers zufügen kann. Aufgrund der bedrohlich erscheinenden Größe haben die Humboldt-Kalmare in manchen Ländern entsprechende Bezeichnungen, etwa diablo rojo: Roter Teufek. Es ist bekannt, dass große, aggressive Gruppen von Humboldt-Kalmaren Taucher oder ins Wasser gefallene Fischer attackierten, es gibt mehrere bestätigte Todesfälle.

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Humboldt Tintenfisch

Würfelqualle

Das Nesselgift der Würfelquallen gehört zu den stärksten Giften im Tierreich. Es dient dem Beutefang und der Verteidigung gegen Feinde. Das Gift, das sich in den Nesselkapseln der etwa 1,2 m langen Tentakel von Chironex fleckeri befindet, bewirkt den Tod eines Kindes, das damit in Berührung kommt, innerhalb weniger Minuten. Die Länge eines einzigen Tentakels eines erwachsenen Chironex fleckeri kann bis zu 3 m erreichen. Ein erwachsenes Exemplar hat bis zu 60 Tentakel; das ergibt eine theoretische Gesamttentakellänge von 180 m. Das Gift eines einzigen Exemplars von Chironex fleckeri könnte somit theoretisch über 100 Menschen töten. Für Taucher, Schnorchler und Badende, sie sind diese Tiere eine weitaus größere Gefahr als Haie. Also aufgepasst, wenn sie Sie an den Thailands, Borneos, Malayasias, den Philippinen und Australien unterwegs sind.

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Würfelqualle

Schrecklicher Pfeilgiftfrosch

Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch wird bis zu fünf Zentimeter lang und zählt damit zu den größten Vertretern der Baumsteigerfrösche. Die Weibchen sind im Durchschnitt geringfügig größer als die Männchen. Der Körper ist einheitlich gelb, metallisch gelbgrün oder orange gefärbt, selten auch grau. Die Bauchseite und die Beine sind im Gegensatz zu anderen Phyllobates-Arten nur unwesentlich dunkler. Die Jungtiere sind anders gefärbt als die erwachsenen Exemplare. Sie sind schwarz mit zwei seitlichen Rückenstreifen. Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch kommt glücklicherweise nur in einem sehr kleinen Areal nahe der Pazifikküste Kolumbiens im Department Cauca vor. Er gilt als die giftigste Froschart, weswegen sein Gift von den Indianern genutzt wurde, um ihre Pfeile zu präparieren.

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Schrecklicher Pfeilgiftfrosch

Gemeine australische Todesotter

Aufgrund des starken und rasch wirkenden Giftes und der Trägheit der Todesottern sind sie für einen hohen Anteil der schwerwiegenden Schlangenbisse in Australien verantwortlich. Vor allem das postsynaptisch wirkende Nervengift der etwa 80 Zentimeter langen Acanthophis antarcticus ist äußerst wirksam und etwa 50 Prozent der unbehandelten Bisse sind auch für den Menschen aufgrund der induzierten Ateml#ähmung tödlich. Die letale Dosis liegt im Mittel bei 0,4 mg je Kilogramm Körpergewicht bei einer Maus. Bis vor wenigen Jahrzehnten sind jährlich viele Menschen an den Folgen der Bisse durch Todesottern gestorben, seit dem Bestehen von wirksamen Gegengiften sind die Todesfälle nach einem Biss stark zurückgegangen. Neben speziellen Antiseren ist auch eine Behandlung mit Medikamenten wie Neostigim möglich, außerdem muss die Atmung künstlich unterstützt werden.

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Gemeine australische Todesotter

Afrikanisierte Honigbiene

Züchter in Brasilien kreuzten afrikanische und europäische Bienen. Erstaunlicherweise führte das nicht dazu, dass die Bienen europäischer wurden, sondern die afrikanischen Anteile verdrängten die europäischen Anteile völlig, da die Königinnen mit afrikanischem Erbgut etwa einen Tag früher schlüpfen und so eine größere Chance haben, das abgeschwärmte Volk zu übernehmen. Neben anderen Unterschieden sind diese afrikanischen oder afrikanisierten Bienen auch wesentlich aggressiver gegen Menschen als europäische Bienen, was ihnen auch den Namen „Killerbienen“ einbrachte, da eine sehr große Zahl von Bienenstichen durchaus tödlich sein kann. Nicht selten verfolgt das Tier sein Opfer über sehr weite Strecken. Sollte der ganze Schwarm hinter einem Menschen her sein, wird es gefährlich. 1000 Stiche reichen um einen Erwachsenen ins Jenseits zu befördern.

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Afrikanisierte Honigbiene

Drachen Millipede

Die Tiere haben ihren Namen von den Stacheln und anderen Körperanhängen, die sie tatsächlich ein wenig wie typische Fantasy-Roman-Wesen aussehen lassen. Die auffallend pinke Farbe des Tausendfüßlers ist eine Warnung an Feinde und unvorsichtige Menschen. Das Tier ist giftig! Das Pottasiumcyanid in den Drüsen dieses Krabblers kann Menschen töten. Eigenartigerweise verströmt das Tier den Geruch von Mandeln. Die Tausendfüßlerart wird etwa 3 Zentimeter lang.  Tatsächlich hatten die Forscher Glück, die Tiere in Höhlen aufgespürt zu haben: Dort sind zwar Tausendfüßler insgesamt häufig, Vertreter der Drachenvariante kommen aber nur in sehr geringer Individuenzahl vor.

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Drachen Millipede

Bulldoggenameise

Bulldoggenameisen gelten häufig als aggressiv. Gemäß dem Guiness-Buch der Rekorde gilt die Bulldoggenameise als „gefährlichste Ameise der Welt“. Seit 1936 kam es zu drei tödlichen Unfällen mit Menschen, der letzte wurde 1988 gemeldet. Das Gift der Bulldoggenameise ist in der Lage, einen starken allergischen Schock auszulösen und unter gewissen Umständen einen erwachsenen Menschen zu töten. In Tasmanien  wurden nach einer epidemiologischen Studie 2,7 % der Bevölkerung von „Bulldog Ants“ gebissen. 1 % von ihnen zeigten eine lebensbedrohliche Reaktion auf den anaphylaktischen Schock. Die Ameisenart kommt in allen Teilen Australiens vor. Die Nester sind oft unterirdisch angelegt.

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Bulldoggenameise

Brasilianische Wanderspinne

In Südamerika und vor allem in Brasilien könnte man leicht einer der tödlichsten Spinnen der Welt begegnen. Die brasilianische Wanderspinne lauert nicht wie artverwandte Tiere in einem Spinnennetz auf ihre Opfer, sie geht auf die Jagd. Ihre Beute sind Käfer, Grillen und Heuschrecken. Ihr Biss kann auch für einen gesunden erwachsenen Menschen tödlich verlaufen, zumal die Möglichkeit von Bissunfällen durch die hohe Aggressivität und die hohe Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens bedingt durch das gehäufte Auftreten der Spinne in urbanen Regionen erhöht wird. Allerdings ist von der Brasilianischen Wanderspinne ausgehende Gefahr für den Menschen weitaus geringer als oftmals angenommen.

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Brasilianische Wanderspinne

Gelbbauch – Seeschlange

An den Küsten des Indischen Ozeans und des Pazifiks findet man die Gelbbauch – Seeschlange, die auch Plättchen – Seeschlange genannt wird. Seeschlangen produzieren Toxine, die durch einen Giftapparat aktiv appliziert werden können. Die Toxine dienen der raschen Immobilisierung von Beutetieren sowie der Verteidigung. Angepasst an die Beute, häufig beispielsweise schnelle Fische, wirkt das Gift der meisten Seeschlangen stark und schnell. Zur Verteidigung beißen die Tiere, außer in der Paarungszeit, nur sehr selten und fliehen stattdessen eher. Besonders in Südostasien werden die Tiere von den Küstenfischern gern gefangen, wobei diese sie ohne größere Schutzmaßnahmen mit den Händen hinter dem Kopf greifen. So kommt es trotz der Beißfaulheit der Tiere nicht selten zu tödlich verlaufenden Bissen, auch da in den kleinen Fischerdörfern nur selten Gegengifte zur Verfügung stehen. So sind über 90 Prozent aller dokumentierten Seeschlangenbisse als Unfälle beim Fang der Tiere anzusehen.Wenn Sie einer dieser auffälligen Reptilien im Wasser begegnen, sollten Sie unbedingt die Ruhe bewahren. Schnelle Bewegungen könnten das Tier reizen.

 

 

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Gelbbauch – Seeschlange

Kegelschnecke

Schnecken sind langsam und können ihr Opfer nicht noch mehrere hundert Meter weiterschwimmen lassen. Fleischfresser wie die Kegelschnecken müssen sich etwas einfallen lassen, um Beute zu ergattern. Das Tier schießt das toxische Gemisch mit einer Art Harpunenzahn in sein Opfer. Das Nervengift sorgt bei den Fischen für Bewusstseinstrübung und endet tödlich. Jede Art produziert einen Gift-Cocktail von bis zu mehreren hundert Aminosäureketten. Von diesen gibt es mehrere Klassen, die auf unterschiedliche Weise wirken. Erst das Zusammenspiel mehrerer Giftkomponenten macht die Conotoxine so effektiv und gefährlich. Antitoxine sind nicht bekannt. Opfer von Kegelschnecken können nur symptomatisch und intensivmedizinisch behandelt werden. Die Schnecke lebt im tiefen Gewässer des Indischen und Pazifischen Ozeans. Eine Gefahr ist das Tier also nur für Taucher, die versuchen es zu berühren. Die Schneckenhäuser sind begehrte Sammlerstücke und werden teuer gehandelt.

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Kegelschnecke

Kusswanze

Den Stich der überwiegend nachtaktiven Raubwanzen bekommt man in der Regel gar nicht mit. Dabei gilt die „küssende Wanze“ als Überträger der gefährlichen Tropenkrankheit Chagas. Obwohl die manchmal tödliche Krankheit hauptsächlich in Latein- und Südamerika auftritt, häufen sich auch im Süden der USA die Chagas-Patienten. Schon 2009 waren nach einer Statistik der US-Seuchenschutzbehörde mehr als 300.000 Menschen infiziert, neuere US-weite Zahlen sind offiziell nicht verfügbar. Da amerikanische Forscher erst vor Kurzem begannen, die Ausbreitung der Krankheit zu untersuchen, ist auch eine Prognose schwierig. Die Hinweise, Chagas nicht zu unterschätzen, häufen sich aber. Chagas ist so gefährlich, weil die Symptome selbst lange nach der Infektion nur selten sichtbar werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kommt es in den ersten zwei bis vier Monaten nach der Übertragung bei etwas weniger als 50 Prozent der Menschen zu Anzeichen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Ödemen oder Luftnot.

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Kusswanze

Asiatische Riesenhornisse

Die Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) ist eine in Ost- und Südostasien vorkommende Art.  Asiatische Riesenhornissen sind bis zu fünfmal größer als Westliche honigbienen. Ein Stich der Riesenhornisse wird als äußerst schmerzhaft beschrieben. In Japan sterben im Jahr durchschnittlich 40 Menschen durch eine Reaktion auf die Stiche ihrer größten Unterart, der Japanischen Riesenhornisse. Es ist wichtig sich diesen Tieren gegenüber richtig zu verhalten, damit sie nicht zustechen. Auf keinen Fall sollte man herumwedeln, zuschlagen, oder versuchen das 5,5 cm große Insekt zu verjagen.

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Asiatische Riesenhornisse

Tse Tse Fliege

Tsetsefliegen übertragen parasitische Einzeller, die Erreger verschiedener Krankheiten sind. Die Schlafkrankheit bei Menschen, die Naganaseuche bei verschiedenen Haustieren. Bei den Tsetsefliegen stechen sowohl Männchen als auch Weibchen, sodass beide Geschlechter Trypanosomen übertragen können. In den Fliegen machen die Trypanosomen einen Formwandel und eine Vermehrungsphase durch. Etwa drei Wochen nach der Blutaufnahme kommt es zu einer Anreicherung der Trypanosomen in den Fliegen. Beim Befall eines neuen Wirtes werden die Parasiten dann übertragen. Wird man gestochen, entsteht zunächst eine geschwollene schmerzhafte Stelle auf der Haut. Nach Wochen oder Monaten schwellen dann die Lymphknoten an. Fieber, Gewichtsverlust, Hautausschlag und Schwellungen am ganzen Körper machen das zweite Stadium der Krankheit aus.

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Tse Tse Fliege

Süßwasserschnecke

Die winzige Süßwasserschnecke an sich ist nicht gefährlich, aber das Tier st Zwischenwirt für den Pärchenegel. Auf kompliziertem Weg infiziert die Schnecke den Menschen mit der Krankheit Billahrziose. Die Larven des Parasiten werden von der Schnecke ausgeschieden und treiben im Wasser. Kommt man damit in Berührung, bohren sich die Larven in die Haut. Befruchtete Eier geraten auf diese Weise in die Leber, wo sie zu erwachsenen Pärchenegeln reifen. Die Pärchenegel setzen sich in der Wand der Blase und des Darms fest. Von dort entlassen sie befruchtete Eier. Im Abwasser der Sanitäranlagen gelangen die Eier in Oberflächengewässer. Dort entwickeln sie sich zu Wimpernlarven, die sich von Süßwasserschnecken fressen lassen. Damit ist der Vermehrungskreislauf der Parasiten geschlossen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen. Die Krankheit kann tödlich verlaufen. Die Schnecke ist in Japan, China, Afrika und dem Nahen Osten verbreitet.

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Süßwasserschnecke

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